Session “YouTube vs. White House”

Sessiongeber / Eckdaten

Name Sessiongeber: Julius Endert
Twitter: @julius01
Art der Veranstaltung: Vortrag
Zeit / Raum: 15:00 / Raum R
Teilnehmerzahl: 9
Protokoll: Tanja Laub

Verlauf / Inhalte der Session

Wahlkampf und Regierungszeit von Obama: Nutzung von YouTube im vergangenem und diesem Jahr.
Diskussion von Videos des offiziellen Kanals des Weißen Haus „The White House“

Ausgangslage (Um was geht es in der Session?)

Regierung um Obama hat Youtube Stars rekrutiert um das Thema Gesundheitsversicherung in der Bevölkerung zu streuen. Call to Action im Video.

  • Wir gehen auf Youtube
  • Wir arbeiten mit Youtube Stars
  • Aufforderung zum teilen

Jeder Youtube Star hat eigenes Video zum Thema gedreht. Nicht Abo-Zahl des White House- Channels bringt Viralität sondern die Youtube Stars. Zielgruppe wird erreicht, die sonst nicht für politische Themen empfänglich ist.

Ungewohnte Nähe zu Politikern. Obama lässt Youtuber ganz nah an sich heran. Youtuber parodiert Obama während dieser dabei steht. Youtuber sind distanzlos und haben großes Selbstbewusstsein – Verhältnis zwischen Öffentlichkeit und Politik verändert sich und dreht sich teilweise um.

Obama lädt nicht Youtuber ein, die gute politische Videos machen, sondern genau umgedreht User die Parodien auf ihn gemacht haben.

Prinzip Obama trifft Youtuber wurde wiederholt und neu aufgerollt. Aktion in diesem Jahr brachte User noch näher an Präsidenten heran und lässt Grenzen weiter verschwimmen. Youtuber durften eigenes Setting und Kulisse aufbauen. Diese haben auch kritische, persönlich betroffene Fragen gestellt.

Youtuber aller Couleur die sonst Klamauk machen, wechseln plötzlich zu politischen Themen. Dies gab es früher so nicht. -> Neue Methode und Art der Inszenierung von politischen Themen. Es gab schon früher Promis die Werbung für Politik gemacht haben, aber Rollen / Format waren klar getrennt. Youtuber nutzen Reichweite ganz anders. Grenzen verschwimmen.

Gewaltige Einflussmöglichkeit der Youtuber. Folgen sind nicht absehbar. Beispiel Le Floid hat Verschwörungstheorien zu 9/11 verbreitet, ist Hoaxes auferlegen. Sonst: Ich bin neuer Ankerman, nun: ich bin kein Journalist. Aber User recherchieren selbst auch nicht und auch von ÖR kam kein Gegenbericht. Nur Bildblog hat Hoax nachrecherchiert. Mögliche Folgen: Man muss sich nicht wundern, wenn Schüler / Jugendliche später glauben, dass die USA für 9/11 verantwortlich ist.
Youtuber schaffen Nähe durch Ansprache persönlicher Probleme, die auch die Massen der Bevölkerung ansprechen.
Auch kritische Fragen werden vom Weißen Haus durchgelassen.

Neue Form der Nutzung von viralen Effekten um eigene politische Ziele durchzusetzen. Beispiele:
In Deutschland gezielt gestreute #Kampagne #YTfragtMerkel ohne direkte Deutlichmachung wer dies gesteuert hat. Mesh Collective hat Aktion initiiert. Bundespressestelle war nicht informiert. Keine Transparenz wer dahintersteht bzw. dass Lobby-Gruppen dahinter stehen. Eigeninteresse.
Dear Me Kampagne von YT Spotlight
→ Politik muss diese Mechanismen erkennen und aufgeklärt damit umgehen. Wie kann man dies sinnvoll nutzen?

Fragen (Welche Fragen / Probleme gibt es)?

  • Wer äußert sich wie zu Politik?
  • Wer sind die YTer die Obama einlädt / mit denen er für Videos zusammenarbeitet?
  • Wie wirken sich die politischen Videos mit Obama auf Glaubwürdigkeit der YTer aus.
  • Welchen Preis bezahlen YTer für die politische Kommunikation?

Links

Dieses Protokoll ist Teil der Session-Dokumentation zum NetzpolitikCamp (11.03.15, Düsseldorf).

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